Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung - Warum Suchmaschinenoptimierung?
- Hintergründe und Technologieaspekte
- Vorbereitende Maßnahmen
- Offpage-Optimierung
- OnPage-Optimierung
- Fazit - Was muss man noch beachten?
OnPage-Optimierung
Die Onpage-Optimierung kann man grob in vier Bereiche einteilen:
1. Seitenstruktur
Die Seitenstruktur spiegelt sich in der Verschachtelung aller Verzeichnisse wider, wobei die Einstiegs- bzw. Startseite immer die oberste Ebene darstellt. Nicht nur aus Benutzerfreundlichkeit (Usability!) sondern auch für eine Suchmaschinenoptimierung empfiehlt sich eine möglichst flache Seitenstruktur. Denn das Ziel sollte hier sein, dass jede Seite mit möglichst wenigen Klicks bzw. internen Links erreichbar ist. Folgendes Beispiel verdeutlicht das:
Angenommen eine Seite behandelt drei Themen, die miteinander in Verbindung stehen sollen. Mit einer tiefen (auch vertikale Struktur genannt) Struktur würde das folgende Adresse ergeben:
www.domain.de/thema1/thema2/thema3/
Eine flache Struktur hingegen könnte so aussehen:
www.domain.de/thema1/
www.domain.de/thema2/
www.domain.de/thema3/
Das hat den Vorteil, dass jedes Thema direkt unter der obersten Ebene liegt und somit den Suchmaschinen-Robots schneller ermöglicht wird, alle Seiten zu erreichen. Gerade bei neueren und weniger stark verlinkten Seiten besteht ansonsten die Gefahr, dass tiefer liegende Bereiche gar nicht indexiert werden.
2. Interne Verlinkung
Aber auch eine gut durchdachte, flache Seitenstruktur nutzt nichts, wenn die interne Verlinkung nicht ebenso gut geplant ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass jede Seite in einem Projekt über mind. einen Link erreichbar sein sollte. Auch hier empfiehlt sich sowohl aus Usability- als auch Suchmaschinensicht:
- Erstellen Sie ein Navigationsmenü, das möglichst auf jeder Seite sichtbar ist und die wichtigsten Themen/Bereiche verlinkt!
- Verlinken Sie thematisch zusammenhängende Seiten aus dem Kontext heraus unter Verwendung der passenden Keywords!
- Erstellen Sie ein Inhaltsverzeichnis (Sitemap!), das bestenfalls in die Navigation eingebunden ist und nicht mehr als 50 Links enthält (ansonsten aufteilen in mehrere Teile)!
- Prüfen Sie sämtliche Verlinkungen auf Ihre Richtigkeit, so dass keine toten Links auftreten!
- Verwenden Sie möglichst keine Javascript-Menüs, da viele Suchmaschinen diesen Links nicht folgen können! Tipp: Mit Hilfe von Cascading Style Sheets (CSS) können ebenfalls viele optische Effekte realisiert werden.
3. Textstruktur
Die HTML-Syntax gibt eine grobe Gliederung einer Textstruktur vor, nämlich den Kopf- (<head>) und den Inhaltsbereich (<body>). Da die Suchmaschinen-Robots den Quelltext einer Seite von oben nach unten auslesen, sollte auf den oberen Teil besonderes Augenmerk gelegt werden. Hierbei ist der Titel einer Seite die erste (und auch wichtigste) Stelle innerhalb der Textstruktur:
Title-Tag (<title>):
Wird von den Sumas besonders hoch gewichtet, da dort eine Kurzzusammenfassung des Inhalts der Seite stehen sollte. Deshalb sollten hier die wichtigsten Keywords (für diese Seite und nicht für das ganze Projekt!) stehen. Es sollte aber auch keine sinnlose Aneinanderreihung von Keywords sein, sondern wenn möglich einen Satz oder Halbsatz ergeben. Da der Titel auch oft in den SERPs der Suchmaschinen steht, können Sie somit eine höhere Klickrate erzielen.
Wichtig ist, dass Sie für jede (Unter-)Seite unterschiedliche Keywords bzw. Kombinationen daraus verwenden. Optimieren Sie jede einzelne Seite für sich, da alle Seiten unterschiedlichen Text und somit unterschiedliche Keywords beinhalten. Es gibt immer noch einige Seiten, die für alle Seiten ein und denselben Kopf (der Head-Bereich) verwenden und somit wertvolle Optimierungsmöglichkeiten verschenken.
- Meta-Tags (<meta>):
Die Meta-Tags (vor allem das description und keywords Tag) wurden in der Vergangenheit oft für höher Suchmaschinen-Rankings missbraucht (z.B. mit langen und irrelevanten Keywordlisten). Deshalb werden diese Tags von den modernen Suchmaschinen weniger bis gar nicht mehr gewertet. Im Gegenteil: es kann sogar vorkommen, dass Seiten, die diese missbräuchliche Verwendung immer noch betreiben, als Spam-Seiten eingestuft und abgestraft werden. Verzichten Sie daher lieber auf übermässige Werbesprache und Wiederholungen der Keywords sondern beschreiben Sie den Inhalt der Seite sachlich und knapp.
Innerhalb des <head>-Bereichs kommen i.d.R. viele weitere Definitionen/Deklarationen wie z.B. für Javascript und CSS vor. Da sich ein Bot durch diese "kämpfen" muss bevor er zum eigentlichen Text der Seite kommt, empfiehlt sich eine Auslagerung in externe Dateien.
Innerhalb des <body>-Bereichs sollte nun der (für den Benutzer sichtbare) Text der Seite vor. Dort gibt es per HTML einige Auszeichnungs- bzw. Hervorhebungsmöglichkeiten, die von den Suchmaschinen ebenfalls gesondert beachtet und gewichtet werden. Die folgende Auflistung zeigt Ihnen, welche Tags dabei vorrangig verwendet werden können:
<h1>, <h2>, <h3>, ..., <strong> bzw. <b>, <em> bzw. <i>
Weiter gibt es einige Stellen innerhalb eines HTML-Quelltextes, die nicht direkt im Zusammenhang mit dem eigentlichen Text stehen aber an denen Sie Ihre Keywords unterbringen können:
- Wählen Sie nach Möglichkeit eine TL-Domain (.de, .com, .net, usw.), in der das Keyword vorkommt.
- Wenn Sie Bilder verwenden, füllen Sie das alt-Attribut mit geeigneten Wörten.
- Das title-Attribut einer Link-Definition (<a href…>) zeigt nicht nur relevante Informationen für den Benutzer beim Überfahren mit dem Mauszeiger sondern wird auch von den Sumas gelesen.
4. Inhalt
Das wichtigste und einzige was Suchmaschinen-Spider verwerten können, ist Text. Das bedeutet, dass Sie - wo immer Sie können - genügend Text für jede Seite hinterlegen sollten. Wenn eine Seite grösstenteils aus Bildern besteht, sollten Sie wenigstens aussagekräftige alt-Attribute dazu hinterlegen.
Für die Relevanz einer Seite zu einem bestimmten Suchbegriff wird die sog. Keyword-Dichte (auch KW-Density genannt) des betreffenden Wortes ermittelt, also das Verhältnis des Auftretens zum Rest des Textes. Eine sehr hohe Keyword-Dichte kann schnell als Indiz für eine Spam-Seite gewertet werden, also seien Sie auch hier eher vorsichtig.
