Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung - Warum Suchmaschinenoptimierung?
- Hintergründe und Technologieaspekte
- Vorbereitende Maßnahmen
- Offpage-Optimierung
- OnPage-Optimierung
- Fazit - Was muss man noch beachten?
Offpage-Optimierung - Was ist Linkpopularität? oder: Ein Link ist nicht gleich ein Link.
Unter Offpage-Optimierung ist vor allem die Verlinkung der zu optimierenden Seiten von extern zu verstehen. Also eigentlich der Bereich, auf den Sie als Webmaster wenig bis gar keinen Einfluss haben. Dennoch sollten Sie gerade hier mit grosser Intensität und Sorgfalt arbeiten, um langfristige Erfolge zu erzielen. Linkpopularität (die Anzahl aller Links von externen Seiten) ist in den letzten Jahren ein immer wichtigerer Faktor für gute Suchmaschinen-Platzierungen geworden.
Einige Seiten besitzen mehrere tausend Unterseiten (beispielsweise vielgenutzte Foren). Ein sog. Footerlink (also ein Link von allen Seiten der Domain) konnte so die Linkpopularität sehr schnell in die Höhe wachsen lassen. Deshalb wurde diese Art der Verlinkung ein beliebtes Mittel bei der Suchmaschinenoptimierung. Doch gerade Google erkennt mittlerweile diese Art Link und bewertet sie weniger stark als zu den Anfängen der "Google-Optimierung".
Demzufolge rückt ein weiterer wichtiger Begriff in den Mittelpunkt bei der externen Verlinkung: die Domainpopularität. Darunter ist die Anzahl aller Links von unterschiedlichen Domains zu verstehen. Eine weitere Steigerung ist die IP-Popularität. Gerade wenn mehrere Domains auf einem Server verwaltet werden (was bei vielen Linknetzwerken der Fall war), greift diese Art der Linkgewichtung. Diese Begriffe und Zusammenhänge sollten Sie bei der Auswahl der Links auf Ihre Seite unbedingt im Hinterkopf behalten.
Ich möchte Ihnen nun kurz aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Links zu sammeln, die Ihrer Seite nutzen:
1. Linktausch mit themenrelevanten Seiten:
Diese Links bringen den grössten Effekt und sollten deshalb sorgfältig ausgewählt werden. Recherchieren Sie eine Liste aller Webseiten, die dasselbe oder ein ähnliches Thema behandeln wie Ihre Seite. Analysieren Sie jede Seite gründlich und achten Sie darauf, dass dort ebenfalls suchmaschinenfreundliche (mehr dazu im Kapitel Onpage-Optimierung) Seiten im Einsatz sind und bereits von den Suchmaschinen indexiert wurden. Das Studium des Quelltexts der Seite vor einer Anfrage ist daher Pflicht.
Sie möchten die Webmaster dazu bringen, dass sie einen Textlink auf Ihre Seite setzen. Deshalb müssen Sie sie mit guten Argumenten davon überzeugen, dass beide Seiten davon profitieren können. Folgende Tipps werden Ihnen dabei helfen:
- Schreiben Sie keine Standard-Anfragen sondern setzen Sie jede Kontaktaufnahme individuell auf. Erfahrene Webmaster erkennen das sofort und entscheiden innerhalb Sekunden, ob Ihre Mail gelesen wird oder im Papierkorb verschwindet.
- Erklären Sie, wie Sie auf die Seiten aufmerksam geworden sind und was Ihnen evtl. besonders gut daran gefällt.
- Erläutern Sie die Vorteile eines Linktausches für beide Seiten und verwenden Sie dabei Ihr Fachwissen über Suchmaschinenoptimierung inkl. Fachterminologie.
- Stellen Sie kurz Ihre Seite vor und zeigen Sie auf, wo Sie den Partnerlink unterbringen könnten. Reine Linktauschseiten sind nicht gerne gesehen!
Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn die Resonanz auf erste Anfragen gering ausfällt. Jeder hat mal klein angefangen. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht daran und tauscht auch mit "schwächeren" bzw. kleineren Seiten.
2. Eintragung in Webkataloge
Webkataloge (auch Verzeichnisse genannt) gibt es im Internet wie Sand am Meer. Einige wenige davon sind es wert, dass Sie Ihre Seite dort anmelden. Der Vorteil: Sie bekommen dort einen (themenrelevanten) kostenlosen Link. Erwähnenswert ist an dieser Stelle nur ein einziger Katalog, um den Sie sich bemühen sollten, nämlich das Open Directory Project. Genauere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Artikel: Eintrag ins ODP. Wenn Sie dennoch die Aufnahme in andere Kataloge erstreben, achten Sie unbedingt auf eine direkte Verlinkung (keine Weiterleitung!) sowie auf die Anzahl ausgehender Links pro Seite.
3. "Mundpropaganda"
Darunter ist das aus dem klassischen Marketing bekannte Herumsprechen von Neuigkeiten gemeint und wird im online Bereich auch als Guerilla Marketing bezeichnet. Betreiben kann man dies in themenrelevanten Foren oder Weblogs. Aber auch hier ist eine gewisse Grenze zu beachten, die nicht überschritten werden darf sonst wird man von den anderen Usern schnell als "Spammer" eingestuft. Also sollte man seine Seiten möglichst in sachliche Diskussionen einbeziehen und keine Werbe-Posts verfassen. Ein dezenter Signatur-Link unter einem hilfreichen Beitrag hat auch schon oft Wunder bewirkt. Wenn sich dann noch auf den entsprechenden Seiten hilfreiche Inhalte bzw. Inhalte mit Mehrwert befinden, kommen die Links fast von alleine und steigern somit die Linkpopularität.
So optimieren Sie die Inhalte und die Seitenstruktur Ihrer Homepage
